Waidhaus: Mutmaßliche Schleusung gestoppt
Bundespolizei verhindert drei unerlaubte Einreisen bei Grenzkontrollen

Von Jürgen Masching | Oberpfalz Aktuell
Quelle: Bundespolizeiinspektion Waidhaus
Porsche Panamera an der A6 kontrolliert
Beamte der Bundespolizeiinspektion Waidhaus haben am Donnerstag, 17. September 2026, bei Grenzkontrollen an der A6 eine mutmaßliche Schleusung aufgedeckt.
Gegen 17:00 Uhr kontrollierten die Einsatzkräfte an der Grenzkontrollstelle Waidhaus einen aus Tschechien kommenden Porsche Panamera. Bei dem Fahrzeug handelte es sich um einen Mietwagen. Am Steuer saß ein 41-jähriger Deutscher. Im Wagen befanden sich außerdem ein 27-jähriger Albaner und ein 34-jähriger nordmazedonischer Staatsangehöriger.
Bei der Überprüfung der beiden Mitfahrer stellten die Beamten Fahndungsausschreibungen zur Einreiseverweigerung fest. Nach den bisherigen Ermittlungen besteht deshalb der Verdacht, dass der 41-Jährige die beiden Männer bei der versuchten unerlaubten Einreise nach Deutschland unterstützt haben könnte.
Gegen den Deutschen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern eingeleitet. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnte er gegen 21:15 Uhr seine Fahrt fortsetzen.
Nordmazedonier mit mehreren Einreiseverboten
Beim 34-jährigen Nordmazedonier stellten die Bundespolizisten zunächst eine Ausschreibung der Bundespolizeidirektion Koblenz zur Einreiseverweigerung fest. Das zugrunde liegende deutsche Einreiseverbot war bis zum 31. August 2026 befristet.
Zusätzlich lag jedoch eine von Kroatien veranlasste europaweite Ausschreibung zur Verweigerung der Einreise in den Schengenraum vor. Diese ist noch bis zum 18. August 2029 gültig.
Ermittlungen ergaben außerdem, dass der Mann bereits am 13. September versucht hatte, über Ungarn in den Schengenraum einzureisen. Die ungarischen Behörden hatten ihm die Einreise wegen des bestehenden Einreiseverbots verweigert.
Auch die Bundespolizei verweigerte dem 34-Jährigen die Einreise nach Deutschland. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen versuchter unerlaubter Einreise eingeleitet. Zudem musste er eine Sicherheitsleistung von 250 Euro hinterlegen. Seine Zurückweisung über den Luftweg ist vorgesehen.
Waidhaus: Auch Albaner darf nicht einreisen
Der 27-jährige Albaner konnte sich mit einem gültigen albanischen Reisepass ausweisen. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellten die Beamten jedoch eine von Ungarn veranlasste europaweite Ausschreibung zur Einreiseverweigerung fest.
Der Mann wurde zur weiteren Sachbearbeitung zur Dienststelle der Bundespolizeiinspektion Waidhaus gebracht. Er musste eine Sicherheitsleistung in Höhe von 432,20 Euro hinterlegen.
Auch ihm wurde die Einreise nach Deutschland verweigert. Seine Zurückweisung nach Albanien über den Flughafen München war für Freitag, 18. September, vorgesehen.
Ukrainer überschreitet Aufenthaltsdauer
Nur rund zwei Stunden später kontrollierte die Bundespolizei gegen 19:00 Uhr einen Fernreisebus auf der Strecke Prag–Lyon. Unter den Fahrgästen befand sich ein 70-jähriger ukrainischer Staatsangehöriger.
Der Mann legte einen gültigen ukrainischen Reisepass vor. Bei der Überprüfung seiner bisherigen Aufenthaltszeiten stellten die Beamten jedoch fest, dass er die zulässige Aufenthaltsdauer im Schengenraum um 66 Tage überschritten hatte.
Damit erfüllte er die Voraussetzungen für eine visumfreie Einreise nicht mehr. Die Bundespolizei verweigerte ihm die Einreise nach Deutschland und leitete ein Ermittlungsverfahren wegen versuchter unerlaubter Einreise ein. Anschließend wurde der 70-Jährige auf dem Landweg in die Tschechische Republik zurückgewiesen.
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