Bundespolizei Waidhaus: Polizei stellt 14 Waffen sicher
Bei Grenzkontrollen zwischen dem 11. und 14. September stellte die Bundespolizei 14 waffenrechtlich relevante Gegenstände sicher und leitete mehrere Verfahren ein.

Von Jürgen Masching | Oberpfalz Aktuell
Quelle: Bundespolizeiinspektion Waidhaus
Springmesser bei Kontrolle entdeckt
Bereits am Freitag kontrollierten Beamte des Bundespolizeireviers Bärnau eine 47-jährige Deutsche nach der Einreise aus Tschechien auf der B299. Bei der Durchsuchung ihrer Handtasche fanden die Einsatzkräfte ein Springmesser. Das Messer wurde sichergestellt. Gegen die Frau wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet. Anschließend durfte sie ihre Reise fortsetzen.
Waidhaus - Fünf Paintballwaffen sichergestellt
Mehrere Verstöße stellten die Bundespolizisten am Samstag auf dem Parkplatz Ulrichsberg Süd an der A6 fest. Drei deutsche Staatsangehörige im Alter von 19, 25 und 26 Jahren gaben an, auf dem Weg nach Tschechien zu sein, um dort Paintball zu spielen. Nach Angaben der Bundespolizei führten sie insgesamt fünf Paintballwaffen mit.
Bei einem 26-Jährigen lagen zwei Paintballwaffen in unverschlossenen Aufbewahrungstaschen auf der Rücksitzbank. Ein 19-Jähriger hatte eine weitere Paintballwaffe in einem nicht verschlossenen und zugänglichen Waffenkoffer dabei.
Auch bei einem 25-Jährigen fanden die Beamten zwei Paintballwaffen. Diese befanden sich in unverschlossenen Taschen im Kofferraum.
Die Bundespolizei stellte die Waffen wegen des Verdachts des unerlaubten Führens beziehungsweise eines nicht ordnungsgemäßen Transports sicher. Gegen die drei Männer wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet. Nach Abschluss der Maßnahmen durften sie weiterreisen.
Elektroimpulsgerät und Pfefferspray
Bei einer Kontrolle in Waldsassen überprüften die Beamten einen 17-jährigen syrischen Staatsangehörigen nach seiner Einreise aus Tschechien. Der Jugendliche verfügte über eine gültige deutsche Aufenthaltserlaubnis, konnte jedoch nicht alle für den Grenzübertritt erforderlichen Dokumente vorlegen. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten außerdem ein Elektroimpulsgerät ohne die erforderliche Zulassung.
Der 17-Jährige räumte den Besitz und die Einfuhr des Geräts ein. Seine Mutter war während der Kontrolle und der weiteren Maßnahmen anwesend. Die Bundespolizei leitete Ermittlungen wegen möglicher Verstöße gegen das Waffen- und Aufenthaltsrecht ein und informierte die zuständige Ausländerbehörde. Danach durfte der Jugendliche gemeinsam mit seiner Mutter weiterreisen.
Bei einer weiteren Kontrolle an der A6 fanden Bundespolizisten bei einem 41-jährigen Polen ein Pfefferspray ohne Kennzeichnung als Tierabwehrspray. Der Mann gab den Besitz und das Führen des Sprays zu. Die Einsatzkräfte stellten das Pfefferspray sicher und leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Waffengesetz ein. Der Mann durfte anschließend weiterreisen.
Einhandmesser im Reisebus
Ebenfalls sichergestellt wurde ein Einhandmesser bei einem 33-jährigen polnischen Staatsangehörigen. Die Beamten kontrollierten ihn als Beifahrer eines tschechischen Fahrzeugs an der Kontrollstelle Ulrichsberg Nord. Das Messer fanden sie bei der Durchsuchung in seiner Hosentasche.
Einen gesetzlich anerkannten Grund für das Führen des Einhandmessers konnte der 33-Jährige nach Angaben der Bundespolizei nicht nennen. Das Messer wurde beschlagnahmt und ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.
Nach Angaben der Bundespolizei befinden sich die sichergestellten waffenrechtlich relevanten Gegenstände nun in der Asservatenkammer der Bundespolizeiinspektion Waidhaus.
Weitere Informationen zu den Aufgaben und Kontrollen der Bundespolizei gibt es auf der offiziellen Webseite der Bundespolizei.
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