Bundespolizei Waidhaus: Vier Gesuchte müssen in Haft
Fünf Fahndungstreffer bei Grenzkontrollen auf der A6: Vier Männer kamen in Haft, ein weiterer bezahlte seine offene Geldstrafe.

Von Jürgen Masching | Oberpfalz Aktuell
Quelle: Bundespolizeiinspektion Waidhaus
Bundespolizei - Offene Geldstrafe vor Ort bezahlt
Bei Grenzkontrollen auf der A6 bei Waidhaus haben Bundespolizisten am Wochenende vom 11. bis 13. September 2026 insgesamt fünf gesuchte Männer festgestellt.
Bereits am Freitagabend kontrollierten die Beamten einen 45-jährigen Rumänen in einem Reisebus. Gegen ihn lag eine Fahndungsnotierung der Staatsanwaltschaft Passau vor. Das Amtsgericht Passau hatte ihn im April 2026 wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz zu einer Geldstrafe verurteilt.
Grund war ein verbotenes Springmesser, das der Mann bei einer Kontrolle im März auf der A3 bei sich gehabt hatte. Die noch offenen 300 Euro bezahlte der 45-Jährige direkt bei der Bundespolizei. Danach durfte er seine Reise fortsetzen.
Mutmaßlicher Seriendieb festgenommen
Am Samstag kontrollierten die Beamten einen Fernreisebus auf der Strecke Chelm–Lyon. Dabei stellten sie bei einem 59-jährigen Nigerianer einen Untersuchungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth sowie eine weitere Fahndungsausschreibung der Staatsanwaltschaft Cottbus fest.
Dem Mann werden mehrere Diebstähle im Duty-Free-Bereich des Nürnberger Flughafens vorgeworfen. Nach bisherigen Ermittlungen soll er zwischen August und Oktober 2025 bei drei Gelegenheiten hochwertige Parfüms im Gesamtwert von mehr als 4.800 Euro gestohlen haben.
Das Amtsgericht Nürnberg hatte bereits im Dezember 2025 wegen dringenden Tatverdachts und Fluchtgefahr Untersuchungshaft angeordnet. Bei seiner Festnahme hatte der Mann keine pfändbaren Gegenstände oder entsprechendes Bargeld dabei.
Die Bundespolizei führte ihn dem Amtsgericht Nürnberg vor. Anschließend kam er in die Justizvollzugsanstalt Nürnberg.
Weitere Festnahmen am Samstag und Sonntag
Gegen 19.30 Uhr geriet am Samstag ein 33-jähriger Tscheche als Beifahrer eines Taxis in die Kontrolle. Bei der Überprüfung stellten die Beamten zwei Fahndungstreffer fest.
Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth suchte den Mann seit April 2021 zur Strafvollstreckung wegen Diebstahls. Zusätzlich bestand eine Ausschreibung zur Vermögensabschöpfung. Die Beamten fanden bei ihm 500 Euro Bargeld und seinen Reisepass. Der Mann wurde festgenommen und anschließend in die Justizvollzugsanstalt Weiden gebracht.
Auch am Sonntag gab es zwei weitere Fahndungstreffer. Bei einem 39-jährigen Bulgaren lag ein Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Regensburg vor. Das Amtsgericht Regensburg hatte ihn bereits 2019 wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verurteilt. Nun war noch eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten zu vollstrecken. Der Mann wurde in die Justizvollzugsanstalt Weiden eingeliefert.
Einen weiteren Treffer landeten die Beamten bei einem 37-jährigen Rumänen. Gegen ihn lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Traunstein zur Strafvollstreckung vor.
Das Amtsgericht Laufen hatte den Mann im Januar 2026 wegen Urkundenfälschung zu einer Geldstrafe von 9.000 Euro verurteilt. Hintergrund war eine Kontrolle im Juli 2025 am Grenzübergang Saalachbrücke bei Freilassing. Dort soll er eine selbst hergestellte rumänische Identitätskarte als echtes amtliches Dokument ausgegeben haben, um seine Weiterreise in die Schweiz zu ermöglichen.
Da der 37-Jährige die Geldstrafe nicht bezahlen konnte, nahmen ihn die Bundespolizisten fest. Auch er wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Die Bundespolizei informiert über aktuelle Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen auch auf ihrer offiziellen Webseite.
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