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Zwischen Zoigl-Stuben, Karpfenteichen und Pilzrevieren

  • 26. Aug.
  • 2 Min. Lesezeit

Wenn die großen Hitzewellen vorbei sind und sich morgens der erste Nebel über die Waldnaab legt, zeigt sich die Oberpfalz von ihrer gemütlichsten Seite. Keine überfüllten Hotspots, sondern echte Entschleunigung, urgemütliche Traditionen und Kulinarik direkt aus der Region.


Zwischen Zoigl-Stuben, Karpfenteichen und Pilzrevieren

Wandern im Waldnaabtal: Wenn das Licht den Wald gold färbt


Während die Wanderwege im Hochsommer oft drückend warm sind, bietet das Naturschutzgebiet Waldnaabtal jetzt perfekte Bedingungen. Die riesigen Granitfelsen ragen wie Urzeitriesen aus dem Wasser, und das Blätterdach beginnt ganz langsam, seine Farbe zu wechseln.


  • Der Insider-Tipp: Frühmorgens losgehen, wenn die Sonnenstrahlen das feuchte Moos zum Dampfen bringen. Auf dem Weg von Falkenberg Richtung Blockhütte spürt man die unberührte Natur der Oberpfalz am intensivsten.


Echte Tradition erleben: Die Zoigl-Saison läuft auf Hochtouren


Wer die Oberpfalz verstehen will, muss den Zoigl probieren. Das untergärige, ungefilterte Bier wird nach jahrhundertealter Tradition in Kommunbrauhäusern gebraut. Im Spätsommer und Frühherbst haben die Zoiglstuben in Orten wie Windischeschenbach, Neuhaus oder Falkenberg abwechselnd geöffnet – erkennbar am sechseckigen Zoigl-Stern, der über der Tür hängt.


  • Das Gefühl: Man sitzt auf Holzbänken zusammen, kommt mit Einheimischen ins Gespräch und genießt dazu eine deftige Brotzeit mit Hausmacher-Wurst und frischem Holzofenbrot. Authentischer geht es nicht.


Karpfenteichen - Vorschau auf die Oberpfälzer Fischwochen: Das Land der 1.000 Teiche


Die nördliche Oberpfalz, besonders der Landkreis Tirschenreuth, ist weltbekannt für ihre Teichwirtschaft. Im Spätsommer laufen die Vorbereitungen für das traditionelle "Abfischen" der Teiche an.


  • Karpfenteichen - Kulinarischer Ausblick: Bald beginnt die offizielle Karpfenzeit (in allen Monaten mit „R“). Schänken und Landgasthäuser bereiten den Karpfen traditionell gebacken oder blau zu. Ein Naturerlebnis ist die Wanderung durch die "Tirschenreuther Himmelsleiter", von der aus man den Blick über die gigantische Seen- und Teichlandschaft schweifen lassen kann.


4. Schwammerl-Zeit im Oberpfälzer Wald


Durch die oft feuchten Spätsommernächte und die dichten Fichten- und Kiefernwälder ist die Oberpfalz ein absolutes El Dorado für Pilzsucher. Steinpilze, Maronen und Pfifferlinge wachsen hier prachtvoll.


  • Wichtige Grundregel: Nur mitnehmen, was man zu 100 % kennt, und den Wald und seine Bewohner stets respektieren.


Fazit

Der Spätsommer in der Oberpfalz ist nicht das Ende der Ausflugszeit – er ist ihr Höhepunkt. Die Kombination aus Natur, bodenständiger Gastfreundschaft und echten Traditionen macht die Region in den kommenden Wochen unschlagbar.


Bericht: Jürgen Masching



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