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Sieben Vegetationsbrände in der Oberpfalz: Feuerwehren verhindern Schlimmeres

  • 30. Juli
  • 2 Min. Lesezeit

Vegetationsbrände Oberpfalz: Sieben Einsätze innerhalb weniger Stunden forderten die Feuerwehren im Landkreis Amberg-Sulzbach – die anhaltende Trockenheit macht sich bemerkbar.


Feuerwehren

Einsatzreicher Tag für die Feuerwehren


Am Mittwoch, 29. Juli 2026, gerieten im Landkreis Amberg-Sulzbach insgesamt sieben Flächen-, Wald- und Vegetationsbrände außer Kontrolle. Bereits um 08.42 Uhr wurden die Feuerwehren nach Auerbach alarmiert, wo ein bereits gelöschtes Lagerfeuer erneut zu rauchen begann. Nur rund eine Stunde später rückten die Einsatzkräfte nach Hirschau aus, wo eine ehemalige Lagerfeuerstelle wieder aufflammte. Dabei brannten rund zwei Quadratmeter Waldboden.


Mehrere Feld- und Stoppelfeldbrände


Im weiteren Tagesverlauf folgten weitere Brände auf Feldern und Stoppelflächen. In Sulzbach-Rosenberg gerieten mehrere Quadratmeter eines Feldes in Brand. Kurz darauf wurden die Feuerwehren nach Poppenricht alarmiert. Während Erntearbeiten hatte sich dort ein Feldbrand entwickelt. Zusätzlich wurden Glutnester in einem Mähdrescher festgestellt. Das landwirtschaftliche Fahrzeug wurde nach den Löscharbeiten vorsorglich mit einer Wärmebildkamera kontrolliert, um ein erneutes Aufflammen auszuschließen.


Nur wenig später musste die Feuerwehr erneut nach Poppenricht ausrücken, da ein Stoppelfeld in Brand geraten war. Dank des schnellen Eingreifens konnte eine weitere Ausbreitung verhindert werden. Am Nachmittag folgten weitere Stoppelfeldbrände in Schnaittenbach sowie in Krickelsdorf, die ebenfalls zügig unter Kontrolle gebracht werden konnten.


Hervorragende Zusammenarbeit mit Landwirten


Im Einsatz standen die Feuerwehren Auerbach, Ehenfeld, Hirschau, Weiher, Sulzbach, Großalbershof, Poppenricht, Traßlberg, Rosenberg, Schnaittenbach, Holzhammer sowie Gebenbach-Kainsricht. Kreisbrandrat Christof Strobl zog nach dem einsatzreichen Tag eine positive Bilanz: „Es zeigt sich, wie schnell sich die Trockenheit bemerkbar macht. Unsere Feuerwehren konnten bei allen Einsätzen sehr schnell eingreifen und Schlimmeres verhindern."


Besonders hervorzuheben ist die hervorragende Zusammenarbeit mit den betroffenen Landwirten. Durch den schnellen Einsatz von Traktoren, Grubbern und weiterem landwirtschaftlichen Gerät konnten Brandflächen rasch eingegrenzt und eine Ausbreitung wirksam verhindert werden. Die Kreisbrandinspektion bedankte sich bei allen eingesetzten Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern, die trotz der hohen Temperaturen hervorragende Arbeit geleistet haben.


Hohe Waldbrandgefahr und Appell an die Bevölkerung


Die aktuelle Wetterlage sorgt weiterhin für eine hohe Wald- und Vegetationsbrandgefahr. Für Teile der Oberpfalz gilt derzeit eine hohe Waldbrandgefahrenstufe. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit hat die Regierung der Oberpfalz erneut Luftbeobachtungsflüge zur frühzeitigen Erkennung möglicher Waldbrände angeordnet.


Die Kreisbrandinspektion Amberg-Sulzbach appelliert an die Bevölkerung, besonders umsichtig zu handeln. Offenes Feuer im Wald oder in Waldnähe sollte unterbleiben. Auch achtlos weggeworfene Zigarettenkippen, heiße Fahrzeugteile auf trockenem Untergrund oder Funkenflug können ausreichen, um Brände auszulösen. Bereits bei kleinsten Rauchentwicklungen sollte unverzüglich der Notruf 112 verständigt werden.

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