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Raubüberfall Nittendorf: Täter nach vier Jahren gefasst

  • 13. Aug.
  • 2 Min. Lesezeit

Nach über vier Jahren konnten die Ermittler zwei Tatverdächtige festnehmen. so meldet die Polizei und die Staatsanwaltschaft gemeinsam.


Nittendorf

Bewaffneter Überfall auf Verbrauchermarkt in Nittendorf


Am 26. Juli 2022 betrat ein unbekannter Täter gegen 20:00 Uhr einen Verbrauchermarkt im Nittendorfer Ortsteil Undorf. Er ließ sich dort unbemerkt einschließen und begab sich in ein Büro. Dort bedrohte er zwei Angestellte mit einer Schusswaffe. Einer der Mitarbeiter musste mit einem Brecheisen den Tresor öffnen und übergab eine niedrige fünfstellige Summe Bargeld. Bei seiner Flucht gab der Täter mehrere Schüsse ab. Im Rahmen der Ermittlungen stellte sich heraus, dass es sich bei der Waffe mit großer Wahrscheinlichkeit um eine Schreckschusswaffe handelte.


Spurensicherung und Zeugenbefragung


Noch in der Tatnacht übernahm die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg die Ermittlungen. Es folgten umfangreiche Fahndungs- und Spurensicherungsmaßnahmen, an denen unter anderem ein Polizeihubschrauber beteiligt war. Die Beamten sicherten mehrere Patronenhülsen und das verwendete Brecheisen. Zudem führten sie zahlreiche Vernehmungen und Befragungen durch und werteten Funkzellendaten aus. Die Suche nach dem Fluchtfahrzeug erstreckte sich auch auf das europäische Ausland, blieb zunächst jedoch erfolglos.


Eine wichtige Rolle spielten zwei damals zehn beziehungsweise zwölf Jahre alte Kinder. Sie lieferten eine detaillierte Personenbeschreibung des Täters, erinnerten sich teilweise an das Kennzeichen des Fluchtfahrzeugs und schilderten den Tatablauf außerhalb des Marktes. Trotz intensiver Maßnahmen ergaben sich zunächst keine ausreichenden Hinweise auf einen Tatverdächtigen. Im Juni 2023 gaben die Ermittler den Fall gegen Unbekannt an die Staatsanwaltschaft Regensburg ab.


Durchbruch durch Chatverläufe und Funkzellen


Am 8. Mai 2024 wurde der Fall in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“ vorgestellt. Ein daraufhin eingehender Hinweis führte jedoch nicht zur Identifizierung des Täters. Im weiteren Verlauf verdichtete sich der Verdacht, dass der Täter über Insiderwissen verfügt haben könnte. Die Ermittlungen ergaben, dass eine Mitarbeiterin kurz vor der Tat telefonischen Kontakt zu einer damals noch unbekannten Person gehabt hatte. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Regensburg erließ das zuständige Gericht Durchsuchungsbeschlüsse, die am 6. August 2025 vollzogen wurden. Dabei sicherten die Beamten mehrere Mobiltelefone. Deren Auswertung sowie die Analyse weiterer Daten und Chatverläufe brachten neue Erkenntnisse über den Tatablauf und die Tatbeteiligten.


Im Zuge der weiteren Ermittlungen konnte auch die Fahrerin des Fluchtfahrzeugs identifiziert werden. Die zum Tatzeitpunkt 18-jährige deutsche Frau bestätigte bei ihrer Vernehmung wesentliche Ermittlungshypothesen. Die Erkenntnisse aus der Auswertung der Mobiltelefone, den Funkzellendaten sowie den zwischenzeitlich vorliegenden Aussagen führten dazu, dass die Staatsanwaltschaft Regensburg Haftbefehle gegen zwei Tatverdächtige erwirken konnte.


Festnahme und Haftbefehle vollstreckt


Am 6. August 2026 vollstreckten die Beamten die Haftbefehle und weitere Durchsuchungsbeschlüsse an mehreren Objekten. Dabei nahmen sie zunächst eine der beiden gesuchten Personen fest. Es handelt sich um eine 34-jährige Deutsche, die in dem überfallenen Verbrauchermarkt angestellt war. Eine Ermittlungsrichterin bestätigte den Haftbefehl. Die Frau wurde anschließend in eine bayerische Justizvollzugsanstalt eingeliefert.


Nach dem mutmaßlichen Täter, einem 23-jährigen Deutschen, leiteten die Beamten umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein. Aufgrund des zunehmenden Fahndungsdrucks stellte sich der Mann am 10. August 2026 im Beisein eines Rechtsanwalts bei der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg. Nach seiner Vorführung bestätigte der zuständige Ermittlungsrichter den Haftbefehl wegen besonders schwerer räuberischer Erpressung. Auch der 23-Jährige wurde in eine bayerische Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die Tatwaffe ist bislang nicht aufgefunden worden.



Ausgestellte Behörde: Kriminalpolizeiinspektion Regensburg und Staatsanwaltschaft Regensburg


Dieser Inhalt wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung von einem Menschen geprüft, überarbeitet und freigegeben.

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