Kümmersbruck: Falscher Polizist täuscht Senior
Von Jürgen Masching | Oberpfalz Aktuell
Quelle: Kriminalpolizeiinspektion Amberg
Ein 81-Jähriger übergab in Kümmersbruck einem falschen Polizisten Wertsachen und seine Bankkarte samt PIN – die Kripo sucht Zeugen.

Falscher Polizist erschleicht sich Wertsachen
Am Sonntag, 20. September 2026, erhielt ein 81-jähriger Mann gegen Mittag einen Anruf von einem unbekannten Täter. Der Anrufer gab sich als Polizist aus.
Im weiteren Verlauf des Gesprächs überzeugte der falsche Polizist den Senior offenbar davon, Wertgegenstände herauszugeben. Kurz darauf kam es an der Haustür des Mannes zu einer Übergabe. Neben den Wertsachen übergab der 81-Jährige auch seine Bankkarte einschließlich der dazugehörigen PIN.
Der Gesamtwert der übergebenen Gegenstände liegt nach Angaben der Polizei im mittleren vierstelligen Eurobereich.
Bankkarte rechtzeitig gesperrt
Die gestohlene Bankkarte konnte im Anschluss noch rechtzeitig gesperrt werden. Dadurch kam es nach den bisherigen Erkenntnissen zu keinen Abbuchungen vom Konto.
Die Kriminalpolizeiinspektion Amberg hat die Ermittlungen übernommen. Der bislang unbekannte Täter wird als etwa 30 Jahre alt, rund 1,69 Meter groß und schlank beschrieben. Er soll Hochdeutsch gesprochen haben und eine schwarze Jacke, schwarze Hose sowie eine schwarze Mütze getragen haben.
Polizei sucht Zeugen in Kümmersbruck
Die Polizei bittet nun um Hinweise aus der Bevölkerung. Gesucht werden insbesondere Personen, die am Sonntag, 20. September, zwischen 11 und 15:30 Uhr im Bereich Lilienstraße, Blumenstraße, Gartenstraße oder Am Butzenweg in Kümmersbruck verdächtige Beobachtungen gemacht haben.
Hinweise nimmt die Kriminalpolizeiinspektion Amberg unter 09621/890-0 entgegen.
Falscher Polizist: Niemals Wertsachen übergeben
Die Polizei warnt vor der Betrugsmasche mit dem falschen Polizisten. Echte Polizeibeamte fordern am Telefon nicht dazu auf, Geld, Schmuck oder andere Wertsachen zur angeblichen Sicherung herauszugeben. Auch eine PIN sollte niemals an Dritte weitergegeben werden.
Wer einen verdächtigen Anruf erhält, sollte das Gespräch beenden und die Polizei über die 110 informieren. Die Polizeiliche Kriminalprävention rät außerdem, keine Angaben zu finanziellen Verhältnissen zu machen und niemals Wertsachen an unbekannte Personen zu übergeben. Weitere Informationen zur Betrugsmasche gibt es unter Schockanrufe.
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