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Warnung vor Callcenter-Betrug in der Oberpfalz

  • 11. Aug.
  • 2 Min. Lesezeit

Seit dem frühen Nachmittag häufen sich in der Region betrügerische Anrufe.


Callcenter-Betrug

Callcenter-Betrug - Falsche Polizeibeamte und Schockanrufe


In den Städten Amberg und Weiden in der Oberpfalz sowie in den Landkreisen Neustadt an der Waldnaab, Tirschenreuth und Schwandorf häufen sich derzeit Anrufe von Betrügern. Die Täter geben sich am Telefon häufig als Familienangehörige oder Amtspersonen wie Polizisten oder Staatsanwälte aus. Sie setzen die Angerufenen gezielt unter emotionalen Druck. Besonders oft haben sie es auf ältere Menschen abgesehen, die sie über Einträge im Telefonbuch gezielt auswählen.

Bei der Masche der falschen Polizeibeamten spielen die Täter vor, dass in der Nachbarschaft Einbrecher festgenommen wurden.


Dabei sei angeblich ein Zettel mit den Personalien der Betroffenen aufgefunden worden. Um Wertgegenstände vor weiteren Einbrüchen zu schützen, sollen diese an die vermeintlichen Beamten übergeben werden. Beim Schockanruf meldet sich zunächst eine vermeintlich verzweifelte Angehörige. Kurz darauf übernimmt ein angeblicher Polizist oder Staatsanwalt das Gespräch. Dieser erklärt, dass ein Sohn oder eine Tochter einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem eine Person ums Leben kam. Um eine angebliche Haft zu verhindern, soll eine hohe Geldsumme als Kaution gezahlt werden.


Arztmasche und falsche Bankmitarbeiter


Eine weitere Variante ist die Arztmasche. Hier rufen die Täter als angebliche Ärzte oder Klinikmitarbeiter an. Sie behaupten, ein naher Angehöriger benötige dringend eine kostspielige, lebensrettende Behandlung. Das Geld müsse sofort überwiesen oder persönlich übergeben werden. Bei der Masche des falschen Bankmitarbeiters gaukeln die Betrüger vor, die Bankkarte sei ausgespäht worden. Um diese zu sichern, schicken sie eine Person vorbei, die die Karte samt PIN entgegennimmt. Anschließend kommt es zu unautorisierten Geldabhebungen.


Besonderheit: Russische Callcenter


Bei der Betrugsmasche Russische Callcenter werden die Gespräche in russischer Sprache geführt. Die bekannte Masche des Schockanrufs beziehungsweise des Enkeltricks bleibt dabei erhalten. Der Anrufer spricht Russisch und wählt gezielt Nummern von russischsprachigen Personen aus. Unter Vortäuschen der klassischen Unfalllegende treten die Täter überwiegend als falsche Polizeibeamte auf.


Tipps der Polizei gegen Betrüger


Das Polizeipräsidium Oberpfalz warnt eindringlich vor diesen Maschen und rät, bei solchen Gesprächen sofort aufzulegen. Anschließend sollte selbstständig die Notrufnummer 110 gewählt werden, um bei der Polizei nachzufragen, ob die angegebenen Informationen stimmen. Die Polizei fordert niemals Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände. Auch sollten Bankkarte und PIN niemals an unbekannte Personen weitergegeben werden. Die Täter nutzen zudem die sogenannte Call-ID-Spoofing-Technik, um falsche Nummern anzuzeigen. Die 110 erscheint bei echten Polizeianrufen niemals im Display. Weitere Informationen und ein Formular zum Löschen des Telefonbucheintrags finden Betroffene unter Polizei-Beratung.


Ausgestellte Behörde: Polizeipräsidium Oberpfalz


Dieser Inhalt wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung von einem Menschen geprüft, überarbeitet und freigegeben.

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