Sulzbach-Rosenberg: Microsoft-Betrug mit mehreren tausend Euro
Ein 76-Jähriger wurde Opfer eines falschen Microsoft-Mitarbeiters und verlor mehrere Tausend Euro.

Von Jürgen Masching | Oberpfalz Aktuell
Quelle: Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg
Anruf wegen angeblichem Trojaner
Am Wochenende erhielt ein 76-jähriger Mann aus Sulzbach-Rosenberg einen Anruf von einem bislang unbekannten Täter. Der Mann gab sich am Telefon als Mitarbeiter von Microsoft aus und behauptete, auf dem Computer des Seniors sei ein Trojaner entdeckt worden.
Um das angebliche Sicherheitsproblem zu beheben, gewährte der 76-Jährige dem Unbekannten einen Fernzugriff auf seinen Computer.
Betrüger täuscht Zahlungsproblem vor
Anschließend behauptete der falsche Microsoft-Mitarbeiter, eine unrechtmäßige Zahlung sei ausgelöst worden und müsse noch gestoppt werden. Dazu forderte der Täter den Senior auf, eine entsprechende Bestätigung über seine Onlinebanking-App vorzunehmen. Der 76-Jährige folgte der Aufforderung.
In der Folge wurden von insgesamt drei Konten des Mannes 4.368 Euro abgebucht.
Ob die Überweisungen noch rechtzeitig gestoppt werden konnten, ist derzeit unklar. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter aus dem Ausland agieren.
Polizei warnt vor falschem Microsoft-Support
Die Polizei warnt eindringlich vor dieser Betrugsmasche. Microsoft kontaktiert seine Kunden nicht unaufgefordert telefonisch, um angebliche Viren oder Sicherheitsprobleme auf Computern zu beheben.
Wer einen solchen Anruf erhält, sollte keinen Fernzugriff auf Computer, Smartphones oder andere Geräte ermöglichen. Auch persönliche Daten, Zugangsdaten oder TANs sollten niemals am Telefon weitergegeben werden.
Besonders wichtig: Keine Zahlungsfreigaben in Banking-Apps bestätigen, wenn die Aufforderung von einem unbekannten Anrufer kommt.
Gespräch sofort beenden
Wer Zweifel an einem Anruf hat, sollte das Gespräch beenden und selbstständig über eine offizielle Telefonnummer Kontakt mit Microsoft oder der eigenen Bank aufnehmen.
Auch die Installation von Fernzugriffssoftware sollte auf telefonische Aufforderung hin niemals erfolgen. Im Zweifel gilt: Gespräch beenden, keine Daten preisgeben und keine Zahlungen bestätigen.
Weitere Informationen und aktuelle Warnungen finden sich bei der Bayerischen Polizei.
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