Regensburg: Drogenhandel – drei Haftbefehle
Von Jürgen Masching | Oberpfalz Aktuell
Quelle: Polizeipräsidium Oberpfalz
Zwölf Durchsuchungen, drei Haftbefehle und rund 500 Gramm sichergestelltes Cannabis: Die Polizei geht in Regensburg gegen mutmaßlichen Drogenhandel vor.

Drogenhandel in Regensburg im Visier der Ermittler
Am Donnerstag, 24. September 2026, durchsuchten Polizeikräfte im Stadtgebiet Regensburg insgesamt zwölf Objekte. Hintergrund sind zwei laufende Ermittlungsverfahren gegen insgesamt zehn Tatverdächtige.
Den Beschuldigten wird unter anderem der gewerbsmäßige Handel mit Kokain und Cannabis in nicht geringer Menge vorgeworfen. Zudem geht es um den Verdacht der Schleusung und weitere Delikte. Bei einem Teil der Tatverdächtigen besteht nach Angaben der Polizei außerdem der Verdacht einer bandenmäßigen Tatbegehung.
Die Ermittlungen haben Bezüge zum Drogenhandel rund um den Regensburger Hauptbahnhof und die Maximilianstraße.
Zwölf Objekte durchsucht
Die Maßnahmen erstreckten sich auf mehrere Wohnungen im Stadtgebiet sowie auf einzelne Zimmer in Regensburger Asylunterkünften.
Bei den Durchsuchungen stellten die Einsatzkräfte rund 500 Gramm Cannabis in Form von Marihuana und Haschisch sowie weitere geringe Mengen Betäubungsmittel sicher. Außerdem fanden die Beamten einen gestohlenen E-Scooter und einen niedrigen dreistelligen Bargeldbetrag. In einer der durchsuchten Wohnungen befand sich ein größerer Teil des sichergestellten Cannabis.
Drogenhandel: Drei Haftbefehle vollstreckt
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Regensburg hatte ein Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Regensburg zuvor drei Haftbefehle erlassen.
Die drei Tatverdächtigen wurden am Donnerstagnachmittag dem Ermittlungsrichter vorgeführt und anschließend in verschiedene bayerische Justizvollzugsanstalten gebracht. Die Ermittlungen der Polizei richten sich weiterhin gegen insgesamt zehn Tatverdächtige.
Tatverdächtiger verletzt sich bei Fluchtversuch
Bei einer der Wohnungsdurchsuchungen kam es zu einem weiteren Zwischenfall. Ein 29-jähriger Tatverdächtiger sprang aus dem zweiten Obergeschoss und verletzte sich dabei schwer.
Der Rettungsdienst brachte den Mann zur Behandlung in ein Krankenhaus. Warum er aus dem Fenster sprang und welche Umstände zu dem Fluchtversuch führten, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen.
Die Ermittlungsgruppe „BAO Brennpunkt“ wurde Anfang 2026 eingerichtet und arbeitet bei den Verfahren gemeinsam mit Kräften der Bundespolizei und der Oberpfälzer Polizei. Neben der kriminalpolizeilichen Ermittlungsarbeit gehört auch die Prävention zu den Aufgaben der Gruppe. Dabei steht ein kriminalpolizeilicher Kontaktbeamter im Austausch mit Geschäftsleuten und Anwohnern, um Hinweise und Beobachtungen aus dem Umfeld in die Ermittlungsarbeit einfließen zu lassen.
Weitere Informationen zur Kriminalitätsbekämpfung stellt die Bayerische Polizei online bereit.
Ein weiterer Tatverdächtiger aus einem der Verfahren war bereits Mitte Juli festgenommen worden. Damals stellte die Polizei rund 50 Gramm Kokain sicher.
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