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Oberpfalz: Zivilcourage kann jeder lernen

20. Sept.
2 Min. Lesezeit

Von Jürgen Masching | Oberpfalz Aktuell

Quelle: Polizeipräsidium Oberpfalz, Pressestelle

Zum Internationalen Tag der Zivilcourage am 19. September erinnert die Polizei daran, wie wichtig aufmerksames und besonnenes Handeln im Alltag ist.


Oberpfalz: Zivilcourage kann jeder lernen

Zivilcourage beginnt im Alltag


Zivilcourage zeigt sich nicht erst bei außergewöhnlichen Ereignissen. Sie beginnt bereits dann, wenn Menschen aufmerksam bleiben, Verantwortung übernehmen und anderen helfen.


Das Polizeipräsidium Oberpfalz macht zum Internationalen Tag der Zivilcourage deutlich: Helfen bedeutet nicht, sich selbst in Gefahr zu bringen. Entscheidend sind häufig einfache und überlegte Schritte – etwa die Polizei zu verständigen, andere gezielt um Unterstützung zu bitten oder einer betroffenen Person beizustehen.

Polizeipräsident Robert Fuchs erklärt dazu: „Zivilcourage ist ein tragender Pfeiler unserer Gesellschaft – sie ergänzt staatliches Handeln und macht unsere Werte im Alltag sichtbar.“


Zivilcourage: Sechs Regeln für den Ernstfall


Für richtiges Verhalten in kritischen Situationen empfiehlt die Polizei sechs grundlegende Schritte: auf die eigene Sicherheit achten, die Polizei unter 110 rufen, andere Menschen um Hilfe bitten, sich wichtige Tätermerkmale merken, sich um Betroffene kümmern und später als Zeuge aussagen.


Die sechs Regeln für mehr Zivilcourage sind auch bei alltäglichen Konflikten hilfreich. Wer beispielsweise in öffentlichen Verkehrsmitteln eine aggressive Auseinandersetzung beobachtet, muss nicht selbst eingreifen. Stattdessen kann der Notruf 110 gewählt, können andere Fahrgäste gezielt angesprochen oder Betroffene an einen sicheren Ort begleitet werden.


Helfen, ohne sich selbst zu gefährden


Ein zentraler Grundsatz lautet: Niemand muss den Helden spielen. Wer eine gefährliche Situation beobachtet, sollte sich nicht selbst unnötig in Gefahr bringen.

Oft kann bereits ein Anruf bei der Polizei verhindern, dass eine Situation weiter eskaliert. Auch genaue Beobachtungen können später wichtig werden. Angaben zu Personen, Kleidung, Verhalten oder zum Ort können den Ermittlern bei der Aufklärung helfen.


Wichtig ist außerdem, Verantwortung zu übernehmen und nicht einfach wegzuschauen. Wer eine betroffene Person unterstützt oder andere Menschen gezielt zur Hilfe auffordert, kann damit einen wichtigen Beitrag leisten.


Zivilcourage kann man lernen


Das Polizeipräsidium Oberpfalz setzt bei diesem Thema auch auf Prävention. Gemeinsam mit dem Dominik-Brunner-Förderverein werden Informationsveranstaltungen und Workshops angeboten. Sie richten sich unter anderem an Schulen ab der 10. Klasse, Auszubildende in Betrieben sowie Vereine und Institutionen.


Ziel ist es, Menschen mehr Sicherheit für das eigene Handeln zu geben. Dabei geht es vor allem darum, mögliche Situationen früh zu erkennen und zu wissen, welche Hilfe sinnvoll und sicher ist.


Zivilcourage bedeutet deshalb nicht, sich selbst einem Risiko auszusetzen. Sie bedeutet, aufmerksam zu bleiben, Verantwortung zu übernehmen und dort zu helfen, wo Hilfe gebraucht wird. Die Polizeiliche Kriminalprävention stellt dafür weitere Tipps zur Zivilcourage bereit.


Dieser Inhalt wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung von einem Menschen geprüft, überarbeitet und freigegeben.

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