Missbrauch Notruf Schwandorf: 8-Jährige setzt falschen Notruf ab
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Ein falscher Notruf durch ein Kind sorgte am Mittwochnachmittag für einen unnötigen Rettungseinsatz in Schwandorf. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren ein und warnt vor den Konsequenzen.

Notruf über angeblichen Sturz
Am Mittwoch, den 22. Juli 2026, gegen 17:30 Uhr, ging bei der Integrierten Leitstelle Amberg ein Notruf eines Kindes ein. Der Anrufer gab an, dass in der Lindenstraße ein anderes Kind gestürzt sei und sich den Arm gebrochen habe. Der Rettungsdienst rückte umgehend zur angegebenen Adresse aus.
Rettungsdienst trifft verwirrtes Kind vor Ort
Vor Ort konnte der Rettungsdienst ein Kind antreffen, auf das die Beschreibung des angeblich gestürzten Kindes passte. Die neunjährige Schülerin mit Wohnsitz in Schwandorf und deutscher Staatsangehörigkeit wusste jedoch nichts davon, dass sie gestürzt sein sollte. Sie zeigte sich sichtlich überrascht vom Auftauchen des Rettungsdienstes.
Täter identifiziert
Den Kräften des Rettungsdienstes fielen allerdings eine achtjährige Schülerin und ein dreizehnjähriger Schüler auf, beide mit Wohnsitz in Schwandorf und bulgarischer Staatsangehörigkeit, die sich in der Nähe aufhielten. Bei einem Rückruf auf der Nummer, von der der Notruf abgesetzt wurde, stellte sich heraus, dass vom Handy der Mutter der beiden Bulgaren der Notruf abgesetzt wurde.
Ermittlungsverfahren eingeleitet
Die Polizeiinspektion Schwandorf wurde bei diesem Einsatz von einer Streife des Einsatzzuges aus Amberg unterstützt. Die Beamten leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen des Missbrauchs von Notrufen ein. Die Kinder wurden in die Obhut ihrer Erziehungsberechtigten übergeben.
Kein Kavaliersdelikt
Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich hierbei um kein Kavaliersdelikt handelt. Neben einem Strafverfahren droht bei falschen Notrufen generell auch die Auferlegung von Einsatzkosten und die Sicherstellung des genutzten Handys. Falschmeldungen binden wichtige Rettungskräfte und können im Ernstfall Leben gefährden.


