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Kreisklasse West: Kemnath nun alleiniger Tabellenführer

vor 2 Stunden
5 Min. Lesezeit

Bericht: Jürgen Masching

Im direkten Duell um die Tabellenspitze der Kreisklasse setze sich der SVSW Kemnath knapp durch. Und auch im hinteren Tabellendrittel wurden die ersten Punkte eingefahren.


Kreisklasse West: Kemnath nun alleiniger Tabellenführer

Kreisklasse West, 9. Spieltag


Samstag, 19.09.2026


SV Waldeck – DJK Ebnath 2:1 (0:0)


Nach der ersten Saisonniederlage für den starken Aufsteiger aus Waldeck durfte das Team am Wochenende wieder ein wichtiges Erfolgserlebnis feiern. Nach einer weitgehend chancenarmen und torlosen ersten Hälfte gingen zunächst die Gäste aus Ebnath durch Wolfgang Schinner überraschend in Führung. Doch Maximilian Hößl drehte das Spiel im Alleingang mit einem Doppelpack und sicherte so die hart umkämpften drei Zähler für die Heimelf. Waldecks Trainer Michael Sollfrank zeigte sich stolz: „Uns war von vornherein absolut bewusst, dass es gegen Ebnath eine enge und hart umkämpfte Partie werden würde – und genau so ist es am Ende auch gekommen. Das Spiel war von zahlreichen intensiven Zweikämpfen geprägt. Gegen einen körperlich ungemein starken Gegner hat meine Mannschaft jedoch sehr gut dagegengehalten und einmal mehr nach dem 0:1-Rückstand gezeigt, welch tolle Moral und welcher unbändige Kampfgeist in ihr stecken. Leider gehen einige Spieler nun körperlich sehr angeschlagen aus der Partie hervor.“


Florian Horn von der DJK Ebnath fasste sich nach der Partie gewohnt kurz und sparte nicht mit Kritik: „Es gibt ehrlicherweise nicht viel dazu zu sagen. Leider sind wir nicht mit der richtigen Einstellung ins Spiel gegangen. Daher Glückwunsch an Waldeck! Für uns stehen jetzt drei ganz entscheidende Spiele an, hierfür benötigen wir eine ganz andere Einstellung.“


SV Wildenreuth – SV Hahnbach II 1:1 (0:0)


Endlich der ersehnte erste Punkt für den SV Wildenreuth in dieser Saison. Patrick Höllerer brachte die favorisierten Gäste nach der Pause zunächst in Führung, doch Stefan Rahn markierte für tapfer kämpfende Wildenreuther noch den verdienten Ausgleich. SVW-Trainer Thomas Bayer atmete tief durch: „Zunächst mal freuen wir uns, dass wir den Platz endlich mal nicht als Verlierer verlassen haben und punkten konnten. Ich glaube, das Spiel war über die komplette Zeit sehr ausgeglichen, wobei ich die etwas besseren Chancen sogar auf unserer Seite gesehen habe. Wir können mit dem ersten Punkt und der guten Leistung absolut zufrieden sein.“


Hahnbachs Trainer Holger Fleck haderte mit den äußeren Bedingungen und der Spielweise: „Sehr schwierige Platzverhältnisse in Wildenreuth – kleiner Platz in relativ schlechtem Zustand, noch dazu immer wieder wechselnde Windverhältnisse. Wildenreuth drosch gefühlt die gesamte Spielzeit die Bälle nur nach vorne. Das verdiente 1:0 fiel dann für uns, leider ist es meiner Mannschaft danach nicht gelungen, das vorentscheidende zweite Tor nachzulegen. Kurz vor Schluss wurde ein brutales, absichtliches Foul an einem meiner Spieler für Wildenreuth nicht mit klarem Rot geahndet.“


SV Neusorg – SVSW Kemnath 0:1 (0:1)


Es war das absolute Topspiel der Kreisklasse West am 9. Spieltag: Tabellenzweiter gegen den Tabellenersten, beide punktgleich. Am Ende reichte ein Treffer durch Serhat Kaya im Nachschuss in der 34. Spielminute zum umjubelten Sieg für die Gäste, die nun alleine an der Tabellenspitze thronen. Aus dem Neusorger Lager wurde die Niederlage sportlich fair anerkannt: „Kemnath hat am Ende absolut nicht unverdient gewonnen, weil sie einfach cleverer gespielt haben. Bei uns wäre vielleicht ein Treffer möglich gewesen, aber es hat uns heute einfach an der nötigen Durchschlagskraft gefehlt.“


Kemnaths Co-Trainer Tobias Gradl zeigte sich stolz: „Es war das erwartet schwere Auswärtsspiel. Im ersten Abschnitt hatten wir mehr Spielanteile und einige gute Möglichkeiten, verpassten es aber zunächst, uns dafür zu belohnen. Nach einem Abpraller sind wir dann aus meiner Sicht absolut verdient in Führung gegangen. Kurz vor der Pause hatten wir allerdings auch das nötige Glück, als Neusorg mit dem Halbzeitpfiff nur am Pfosten scheiterte. Ein kompakter Defensivverbund war dann der Schlüssel zum Sieg. Besonders hervorzuheben ist die bärenstarke Leistung unseres Innenverteidigerduos Herr und Baier. Der fünfte Zu-null-Sieg in Folge ist bemerkenswert.“


SV Riglasreuth – SC Kirchenthumbach 1:3 (0:2)


Der SC Kirchenthumbach ist erfolgreich auf die Siegesstraße zurückgekehrt und bereitete Trainer Christian Ringler ein perfektes Geburtstagsgeschenk. Riglasreuth hingegen muss den Blick nach der Niederlage nach unten richten. Die Treffer für die Gäste erzielten Fabian Lehner, Noah Schmidt sowie ein Eigentor von Lukas Heinl, für die Gastgeber traf Maximilian Pinzer.


Heimtrainer Lukas Emmerich ärgerte sich über die Anfangsphase: „Eine verdiente, aber gleichzeitig auch sehr ärgerliche Niederlage. In den ersten 15–20 Minuten müssen wir zwingend ein Tor erzielen. Dann wäre das Spiel vermutlich komplett anders verlaufen. Diese Chance haben wir jedoch leider verpasst und brauchten dann bis zur Mitte der zweiten Halbzeit, um wieder richtig in unser eigenes Spiel zu finden.“ Dumba-Trainer Christian Ringler feierte den Sieg: „Es war ein vollauf verdienter Auswärtssieg, auch wenn noch Luft nach oben ist. Die ersten 15 Minuten haben wir etwas verschlafen und erst danach richtig gut ins Spiel gefunden. Insgesamt war die Leistung in Ordnung – darauf können wir definitiv aufbauen.“


SG Seugast/Freihung – TSG Weiherhammer 6:0 (2:0)


Ein wahres Schützenfest veranstaltete die SG Seugast/Freihung am Sonntagnachmittag. Der bedauernswerte Aufsteiger aus Weiherhammer war am Ende völlig chancenlos. Die Treffer beim 6:0-Kantersieg erzielten Rohan Penn und Jonas Roider jeweils doppelt sowie Florian Weiß und Timo Nürnberger. Torschütze Florian Weiß gab nach dem Schlusspfiff zu Protokoll: „Das war heute eine absolut klare Sache. Der Sieg war zu keiner Zeit gefährdet. Das Ergebnis muss eigentlich sogar noch viel höher ausfallen.“


Weiherhammers Trainer Christoph Herrmann zeigte sich nach dem Debakel gefasst: „Eine absolut verdiente Niederlage, jedoch in meinen Augen am Ende das ein oder andere Tor zu hoch. Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir gut dagegengehalten, kassieren dann aber zwei unglückliche Tore. In der zweiten Halbzeit haben wir uns dann förmlich ergeben und die SG hat ihre Torchancen konsequent genutzt. Ein Extralob geht heute an unseren mutigen Torhüter, der eigentlich ein reiner Feldspieler ist.“


VfB Mantel – Germania Amberg 1:0 (0:0)


Den viel umjubelten ersten Saisonsieg durfte der VfB Mantel am Sonntag feiern. Den goldenen Treffer des Tages erzielte Lukas Kasten buchstäblich in letzter Sekunde in der 90. Spielminute. Damit hat der neue Trainer Bernd Rast einen perfekten Einstand gefeiert, in zwei Spielen holte er starke vier Zähler.


Gästetrainer Remigiusz Szewczyk haderte massiv mit dem Auftritt seines Teams: „Ich hatte meine Mannschaft bereits vor dem Spiel ausdrücklich davor gewarnt, dass es in Mantel kein leichtes Spiel werden würde. Leider ist uns eine gute Leistung nicht gelungen. Wir hatten zwar deutlich mehr Ballbesitz, aber am Ende bringt uns das herzlich wenig, wenn wir daraus keine Tore erzielen. Wir haben zwar zwei Treffer erzielt, die uns aber aufgrund fragwürdiger Entscheidungen aberkannt wurden. Nach fünf Siegen in Folge ist diese knappe Niederlage natürlich ein herber Rückschlag.“


SV Immenreuth – TSV Pressath 3:3 (1:2)


Zahlreiche Treffer durften die Zuschauer beim wilden Unentschieden in Immenreuth bejubeln. Die Gäste aus Pressath führten zur Halbzeit durch Treffer von Benedikt Franz und Dominik Rau bei einem Gegentreffer von Tim Stauffer knapp mit 2:1. Nach dem Seitenwechsel drehte Emil Söllner die Begegnung mit einem feinen Doppelschlag zum zwischenzeitlichen 3:2 für den SVI, ehe Benedikt Franz per Strafstoß den hart umkämpften 3:3-Endstand besorgte.


Immenreuths Trainer Matthias Müller sah eine gerechte Punkteteilung: „Leider haben wir die erste Halbzeit ein bisschen verschlafen und nicht den nötigen Biss in den Zweikämpfen gezeigt! In der zweiten Hälfte haben wir den Willen und die absolute Einsatzbereitschaft nach oben geschraubt und das Spiel gedreht, aber leider durch einen unnötigen Elfmeter den Ausgleich kassiert. Zum Schluss hätten am Ende beide Mannschaften das Spiel für sich entscheiden können. Am Ende ein gerechtes Unentschieden.“

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