Amberg: Kind (11) angesprochen – Polizei ermittelt
Von Jürgen Masching | Oberpfalz Aktuell
Quelle: Polizeiinspektion Amberg
Eine 11-Jährige wurde am Dienstagmorgen am Busbahnhof von einem unbekannten Mann angesprochen und an der Schulter berührt.

Kind angesprochen: Vorfall am Busbahnhof
Am Dienstagmorgen zwischen 7:10 und 7:20 Uhr wurde eine 11-jährige Ambergerin nach eigenen Angaben von einem ihr unbekannten Mann im Bereich des Busbahnhofs angesprochen.
Der Mann habe sich zunächst nach einer Busverbindung erkundigt. Während des Gesprächs machte er dem Mädchen plötzlich Komplimente und berührte sie an der Schulter. Zu einem weiteren Übergriff kam es nach Angaben der Polizei nicht.
Die Polizeiinspektion Amberg hat Ermittlungen aufgenommen und bereits entsprechende Überwachungsmaßnahmen eingeleitet.
Polizei sucht Zeugen
Die Polizei bittet Personen, die am Dienstagmorgen im Zeitraum zwischen 7:10 und 7:20 Uhr im Bereich des Busbahnhofs verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter 09621/890-0 zu melden.
Die Polizei betont zugleich, dass Hinweise über angesprochene Kinder nicht ungeprüft über WhatsApp-Gruppen oder soziale Netzwerke verbreitet werden sollten. Dadurch könnten Gerüchte und unnötige Überreaktionen entstehen. Stattdessen sollten mögliche Beobachtungen zunächst direkt mit der Polizei abgeklärt werden.
Weitere Informationen gibt es zum Thema Aufmerksamkeit im Zusammenhang mit dem Schutz von Kindern.
Kind angesprochen: Was Eltern beachten sollten
Die Polizei empfiehlt Eltern, mit ihren Kindern regelmäßig über Situationen mit fremden Erwachsenen zu sprechen und eine vertrauensvolle Gesprächsbasis zu schaffen. Kinder sollten wissen, dass sie mit niemandem mitgehen und niemals in ein fremdes Fahrzeug steigen dürfen.
Ebenso wichtig ist die Botschaft, dass Kinder gegenüber Erwachsenen „Nein“ sagen dürfen. Sie müssen fremde Personen nicht weiter ansprechen oder persönliche Auskünfte geben, wenn sie sich unwohl fühlen.
Eltern sollten ihren Kindern außerdem zeigen, wo sie im Notfall Hilfe finden können – zum Beispiel in Geschäften, Praxen oder bei anderen vertrauenswürdigen Erwachsenen.
Im Notfall: Weglaufen und Hilfe holen
Kommt ein Kind in eine bedrohliche Situation, kann es laut um Hilfe rufen und weglaufen. Die Polizei rät, sich möglichst dorthin zu bewegen, wo sich andere Menschen aufhalten.
Eltern können mit ihren Kindern außerdem wichtige Notfallregeln üben: den eigenen Namen und die Telefonnummer kennen, die 110 als Polizeinotruf kennen und klar sagen können: „Nein, das will ich nicht!“ oder „Lassen Sie mich in Ruhe!“
Auch bei diesem Fall gilt: Die Polizei ermittelt zu den konkreten Umständen. Eine abschließende Bewertung des Vorfalls ist derzeit nicht möglich.
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